Modellsportgruppe  Gechingen e.V.

 
   
 
     
 
 

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Jugendarbeit in der MSG-Gechingen

Verein züchtet Tüftler heran

So funktioniert ein Flugzeug... In Zeiten, in denen man für wenig Geld schon fast Alles vorgefertigt kaufen kann, bleiben Fingerfertigkeiten und Know-how oft auf der Strecke. Nicht so bei der Jugend der Gechinger Modellflieger. In der vereinseigenen Werkstatt "Fliegerhorst" geben erfahrene Modellbauer und -flieger, dem interessierten Nachwuchs ihre Erfahrungen weiter.

Früher war das noch anders: Wer ein Modellflugzeug fliegen wollte, musste es erst einmal zusammenbauen. Dazu gehört natürlich Einiges an Fingerfertigkeit, Geduld und Wissen, um das Modell später auch erfolgreich in die Luft zu bringen. Dank neuer Materialien und Herstellungstechniken, kann heutzutage jeder, für relativ wenig Geld ein flugklares Modell kaufen. Das ist natürlich auf den ersten Blick hin eine tolle Sache, allerdings hat diese Medaille auch eine Kehrseite: Wissen und Fähigkeiten im Umgang mit unterschiedlichen Materialien kommen zu kurz; der Besitzer eines Modells wird zum reinen "Anwender" und erlernt nicht die vielen Fähigkeiten und Handgriffe, die ihm auch in anderen Bereichen des Lebens - v.a. im Beruf - Vorteile verschaffen können. Damit unsere - momentan 10 Mann starke - Jugendgruppe das komplette Spektrum des Hobbys "Modellflug" erfährt, hat die MSG-Gechingen ihrer Jugend eine kleine Werkstatt im ehemaligen Jugendhaus eingerichtet.

Auch Theorie muss sein...Jeden Donnerstag treffen sich hier unsere Jüngsten, um zu bauen, zu tüfteln, zu probieren oder um Theorie über das Fliegen zu erfahren. Vier erfahrene Mitglieder der MSG-Gechingen beaufsichtigen - ehrenamtlich versteht sich - die fleißigen Kids. Sie zeigen ihnen, wie man mit unterschiedlichsten Materialien arbeitet, und bringen den Jungs alles bei, um letzten Endes ein flugfähiges und sicheres Modell fertig zu bekommen. Das diese "Arbeit" Spaß macht, sieht man an den Resultaten und wird durch die Tatsache belegt, dass die Jugendlichen ein Modell nach dem anderen fertig bekommen. Vier bis sechs der Jugendlichen sind meistens Dienstag Abends in unserem "Fliegerhorst" anzutreffen, es ist also immer was los, und die Lust "auf ein Neues" die Mühen sichtbar zu machen, ist längst zur Sucht geworden. Auch geht jemand, der sein Gerät selbst gebaut hat, ganz anders damit um, wie mit einem Fertigmodell, für das er ein paar Scheine auf den Ladentisch gelegt hat. Das Gefühl der Wertschätzung, und das vielleicht nicht alles selbstverständlich ist, erfahren unsere Neulinge hier ebenfalls.

 

Jetzt wird gebaut...Natürlich sind unsere Anfänger nicht auf sich allein gestellt, wenn es darum geht, die frisch gebauten Modelle zu fliegen. Unsere Betreuer beweisen Ihr Geschick auch als Fluglehrer. Mit einem Lehrer-/Schüler-System sind die Erstflüge der Modelle absolut sicher. Und sollte der unerfahrene Flugschüler doch einmal "Mist bauen", kann der Lehrer über eine zweite Fernsteuerung eingreifen. Denn: Wir bauen lieber Neues, anstatt Altes zu reparieren (wobei natürlich im Fliegerhorst auch das vermittelt wird!) ! Natürlich steht die Betreuung beim Bau eines Modells nicht nur Jugendlichen oder Kindern zur Verfügung. Jeder Quereinsteiger älteren Semesters ist ebenfalls eingeladen, den Fliegerhorst als "Schüler" zu besuchen. Wozu etwas riskieren, wenn man die besten Voraussetzungen hat, erfolgreich mit dem wohl vielseitigsten und interessantesten Hobby der Welt zu beginnen?

 

 

 
 
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